















Fritzi verbrachte sein erstes Lebensjahr auf der Straße, bis er von einem Auto angefahren wurde. Der junge Rüde erlitt dabei Verletzungen, die seine Mobilität zeitweise stark einschränkten. Als Fritzi nach seiner medizinischen Versorgung auf eine örtliche Pflegestelle kam, konnte er weder richtig laufen noch stehen. Durch intensive Pflege, Physiotherapie und viel Geduld kämpfte er sich Schritt für Schritt zurück ins Leben. Heute lebt er auf einer deutschen Pflegestelle im Rudel und zeigt jeden Tag aufs Neue, wie viel Stärke in ihm steckt.
Fritzi ist ein sehr sensibler, vorsichtiger Hund, der Menschen nicht sofort vertraut. Gleichzeitig hat er in den vergangenen Monaten enorme Fortschritte gemacht. Inzwischen kommt er bereits von selbst her, lässt sich anfassen und bürsten und orientiert sich zunehmend an seinen Bezugspersonen. Trotzdem bleibt er ein eher zurückhaltender Hund, der Zeit braucht, um sich sicher zu fühlen. Nähe genießt er mittlerweile durchaus – allerdings immer in seinem eigenen Tempo.
Im Alltag zeigt sich Fritzi deutlich stabiler, als man zunächst vermuten würde. Er kann alleine bleiben, fährt im Auto mit und läuft inzwischen gut an der Leine. Im Haus kommt er gut zur Ruhe und lebt angenehm unauffällig mit. Gleichzeitig ist er ein Hund, den man aktiv begleiten muss. Einfach nur „mitlaufen lassen“ funktioniert bei ihm nicht. Er braucht Menschen, die ihn ruhig an die Hand nehmen, ihn durch Situationen führen und ihm Sicherheit geben, damit er weiter Vertrauen aufbauen kann.
Besonders wichtig zu wissen: Fritzi kommuniziert sehr deutlich, wenn ihm etwas unangenehm ist. Wird beispielsweise an der Leine manipuliert, bleibt er irgendwo hängen oder fühlt sich bedrängt, reagiert er häufig mit lautem Schreien. Das wirkt auf Außenstehende oft dramatisch, bedeutet aber nicht automatisch Panik oder Aggression. Vielmehr scheint Fritzi darüber mitzuteilen, dass ihm eine Situation gerade nicht gefällt oder ihn verunsichert. Er beruhigt sich jedoch ebenso schnell wieder, wenn man ruhig und souverän bleibt. Seine zukünftigen Menschen sollten sich davon nicht abschrecken lassen und verstehen, dass er ein sehr sensibler Hund mit besonderer Kommunikation ist.
Mit anderen Hunden ist Fritzi sehr gut verträglich und lebt aktuell harmonisch im Rudel. Auch größere Hunde akzeptiert er, selbst wenn er anfangs manchmal noch etwas Respekt zeigt. Katzen kennt er ebenfalls und lebt derzeit mit mehreren Katzen zusammen. Insgesamt orientiert er sich gerne an anderen Hunden, weshalb ein souveräner Ersthund für ihn durchaus hilfreich sein könnte.
Für Fritzi wünschen wir uns ein ruhiges, verständnisvolles Zuhause in eher ländlicher Umgebung oder am Stadtrand. Seine Menschen sollten hundeerfahren sein und Freude daran haben, mit einem sensiblen Hund zu arbeiten, ohne ihn zu überfordern. Geduld, Einfühlungsvermögen und eine ruhige Ausstrahlung sind für ihn besonders wichtig. Ein guter Hundetrainer wird von uns ausdrücklich empfohlen, damit Fritzi weiterhin lernen kann, neue Situationen entspannter zu meistern und noch mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen. Ein Ersthund wäre toll, aber kein Muss.
Fritzi reist kastriert, geimpft, gechipt und mit einem EU-Heimtierausweis in sein neues Zuhause.
Wenn Fritzi bereits jetzt Ihr Herz berührt hat, füllen Sie bitte unsere Selbstauskunft aus.
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Mehr InformationenDie Eindrücke, die wir schildern, basieren auf den aktuellen Beobachtungen im jeweiligen Umfeld und stellen lediglich eine Momentaufnahme dar.
Ein neues Zuhause, neue Menschen und neue Routinen bedeuten für jeden Hund eine große Umstellung, auf die er individuell reagieren kann. Eigenschaften und Verhalten können sich weiterentwickeln, verändern oder auch erst im neuen Umfeld vollständig zeigen. Wir stehen gerne beratend zur Seite, um den Übergang bestmöglich zu begleiten.
Wenn du über eine Adoption nachdenkst, lies dir zunächst den Vermittlungsablauf durch.
Alle Hunde werden vor der Ausreise geimpft, gechipt, entfloht, entwurmt und kastriert (Ausnahme sind Welpen bis 10 Monate und sehr alte Hunde). Hunde, die älter als 10 Monate sind, werden zudem auf Mittelmeerkrankheiten getestet. Unser komplett ehrenamtliches, deutsches Team leistet Vermittlungshilfe für die Stiftungen vor Ort und kümmert sich um Vorkontrolle und Co und ist dein direkter Ansprechpartner. Die Schutzgebühr geht zu 100% direkt an die Stiftungen und hilft dem nächsten Notfall.
Wenn du noch Fragen hast, schreibe unserem Vermittlungsteam gern eine Nachricht.